«Keine Experimente» (Meinungsbeitrag zur «Ernährungsinitiative» vom 27. September 2026)
Als 1939 der «Zweite Weltkrieg» ausbrach, hatte die Schweiz eine Bevölkerungszahl von ca. 4, 3 Millionen, heute sind es etwas über 9 Millionen. Während dem Krieg 1940 gelang es dem berühmten Agronomen und späteren BGB/SVP-Bundesrat Friedrich-Traugot Wahlen mit der legendären «Anbauschlacht», den Selbstversorgungsgrad von 52% auf 72% zu erhöhen. Eine drohende Lebensmittelknappheit und Hungersnot, wurde so verhindert. Wobei man die heutige Ausgangslage, nicht mehr mit dem «Zweiten Weltkrieg vergleichen kann.

Das Ziel der «Ernährungsinitiative» den Selbstversorgungsgrad der Schweiz, von unter 50%, auf 70% zu erhöhen ist grundsätzlich begrüssenswert. Aufgrund der Vorgaben der Initiative ist dieses Ziel jedoch, höchst unrealistisch. Mit dem Bevölkerungswachstum der letzten Jahrzehnte sind durch Überbauungen, wertvolle fruchtbare Ackerflächen verloren gegangen. Defacto fordert die «Ernährungsinitiative» den Anbau, von ausschliesslichen pflanzlichen Nahrungsmitteln. Die Produktion von Milch, Fleisch und Eiern, würde massiv eingeschränkt.
Im Flachland ist reiner Ackerbau theoretisch durchaus machbar, allerdings bei dringender Berücksichtigung gesunder Fruchtfolgeflächen. Im Berggebiet ist für Bauernfamilien die Viehhaltung, meist der einzig realistische Betriebszweig. Zum Umsetzen der Initiative, wären planwirtschaftliche staatliche Eingriffe unumgänglich. Die Produktion würde massiv verteuert, ein vermehrter Einkaufstourismus und zusätzlich Importe, wären die logische Folge. Wir sollten unseren Bauerfamilien, solche Experimente nicht zumuten und klar NEIN stimmen.
SVP Sense
