Parolen der SVP-Sense zu den Abstimmungen vom 27. September 2026
An ihrer gutbesuchten DV (Delegiertenversammlung) in Plasselb, fasste die SVP- Sense ihre Parolen für die «Eidgenössischen Abstimmungsvorlagen» vom 27. September 2026. Bei beiden Initiativen folgte die SVP der Linie der SVP Freiburg bzw. SVP Schweiz

JA zur Volksinitiative «Wahrung der Schweizerischen Neutralität» («Neutralitätsinitiative»)
In Kriegen ist es normal, dass Konfliktparteien versuchen, Neutralen ein schlechtes Gewissen zu reden und auf ihre Seite zu ziehen. Als neutrales Land holt man sich in Kriegszeiten international keine Lorbeeren, trotzdem braucht es vom Bundesrat eine gewisse Standhaftigkeit. «Seit dem Wiener-Kongress 1814/1815» ist die Schweiz offiziell neutral und wurde von zwei schrecklichen Weltkriegen verschont. Die «Bewaffnete Neutralität der Schweiz» wurde seit dem Ausbruch des Ukraine-Krieges 2022, durch Übernahme der EU-Sanktionen gegen Russland aufgeweicht.
Diese Situation macht es der Schweiz schwierig, beiden Kriegsparteien die traditionellen «Guten Dienste» als Vermittlerin anzubieten. Auch im Konflikt zwischen dem Iran und der USA ist die Schweiz seit 1979 Vermittlerin, zwischen beiden Ländern. Selbst wenn man einen Aggressor in einem Krieg unsympathisch findet ist es wichtig, diplomatische Kanäle offenzuhalten. Die Schweiz ist nicht Mitglied der NATO und wird das, auch in Zukunft bleiben. Die «Bewaffnete-Neutralität» und die Rolle als Vermittlerin ist eine wichtige Trumpfkarte, welche wir weiterhin nutzen sollten. Nach kurzer Diskussion wurde einstimmig, die JA-Parole zur gefasst.
NEIN zur Volksinitiative «für eine sichere Ernährung- durch Stärkung einer nachhaltigen innländischer Produktion, mehr pflanzlichen Lebensmittel und sauberem Trinkwasser» («Ernährungsinitiative»)
Das man den Selbstversorgungsgrad der Schweiz von unter 50% auf 70% steigern möchte, wird grundsätzlich begrüsst. Die Methoden mit welchen man dieses Ziel erreichen will, wurde von den Delegierten als weltfremd und illusorisch betrachtet. Zwischen den Zeilen merkt man, dass die «Ernährungsinitiative» das Ziel verfolgt, von der Produktion von Fleisch und Milch wegzukommen. Rein pflanzliche Produkte anzubauen wäre im Mittelland theoretisch möglich, scheitert jedoch im in Bergregionen. Die dezentrale Besiedlung und die Pflege der Kulturlandschaft, ist ein wichtiger Verfassungsauftrag der Landwirtschaft.
Wird die «Ernährungsinitiative» angenommen, könnten Bauern im Hügel- und Berggebiet dieser Aufgabe kaum mehr nachkommen. Die Produktion von Fleisch und Milch würde defacto eingeschränkt und verschwinden und Importe aus dem Ausland, wären die logische Folge. Die SVP-ler zeigten sich erleichtert das keine im Parlament von Bundesbern vertretene Partei, sich für diese Initiative einsetzt. Die Arbeit unserer tüchtigen Bauernfamilien sollte man wertschätzen, statt sie immer mit weltfremden Initiativen konfrontieren, welche die Produktion zusätzlich verteuern. Einstimmig fassten die Delegierten nach interessanter Diskussion die NEIN-Parole.
SVP Sense
