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Editorial

Zurückhaltende Polizeimeldungen – ein Teil des Problems?

Auf Anfragen reagiert die Medienstelle der Kantonspolizei Freiburg äusserst zurückhaltend. Antworten fallen oft sehr knapp aus und lassen wesentliche Punkte offen. Diese Praxis wirft Fragen auf, nicht nur zur Informationspolitik, sondern auch zu deren Auswirkungen auf die öffentliche Wahrnehmung und den politischen Handlungsdruck.

Zum FR-Artikel vom 03.02.2026 «SVP Sense-Oberland reagiert auf Vorfälle in der Guglera»

Vor einigen Tagen habe ich der Medienstelle der KAPO Freiburg mehrere konkrete Fragen zu Vorkommnissen im Zusammenhang mit dem Bundesasylzentrum GUGLERA gestellt. Die Rückmeldungen waren lediglich teilweise und nur in minimaler Form beantwortet. Eine vertiefte Einordnung oder transparente Darstellung der Lage blieb aus.

Mehr Kommunikation als zusätzlichen Druck
Ich bin der Meinung, dass eine offenere und umfassendere Kommunikation der KAPO Freiburg zu Vorfällen im Zusammenhang mit Asylsuchenden, nicht nur in Giffers und Umgebung, sondern im ganzen Kanton den politischen Entscheidungsprozess positiv beeinflussen könnte. Eine sachliche, transparente Berichterstattung würde den Druck auf die Politik erhöhen, notwendige Massnahmen anzugehen, statt Probleme zu relativieren oder zu verdrängen.

Die Bevölkerung hätte so die Möglichkeit, sich ein realistisches Bild der Situation zu machen. Denn die wenigen Fälle, die den Weg in die Öffentlichkeit finden, sind lediglich die Spitze des Eisbergs. Was darunter liegt, bleibt oft im Dunkeln, Das ist Teil des Problems.

Transparenz schafft Vertrauen. Schweigen hingegen nährt Unsicherheit und Misstrauen. Eine aktive Informationspolitik wäre daher kein zusätzlicher Druck, sondern ein wichtiger Beitrag zu einer ehrlichen und lösungsorientierten Debatte.

Anerkennung der Sicherheitsbemühungen
An dieser Stelle ist mir wichtig festzuhalten, dass ich die Anstrengungen der Kantonspolizei, Präsenzzeiten ausdehnen und Kontrollen verstärken, begrüsse und schätze. Die Ausdehnung der Präsenzzeiten sowie die verstärkten Kontrollen zeigen, dass die Lage ernst genommen wird.Diese Massnahmen verdienen Anerkennung, sie ersetzen jedoch nicht die Notwendigkeit einer transparenten und umfassenden Kommunikation gegenüber der Bevölkerung.

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